Gläserne Gärten 2006

Gläserne Gärten

Für die Lebendigkeit und Originalität der Bildskulpturen steht die Transparenz des Materials, die Sichtbarmachung des Verborgenen, des Geistigen und Unbewussten in Form der Zeichnungen, die hinter den transparenten Körpern erscheinen.

Der Künstler, der die Schichten des unbewussten Materials in die Sichtbarkeit und sinnliche Wahrnehmung hebt, ist das Medium, der Mittler im Spannungsfeld zwischen Verborgenem und Sichtbarem.

Das im Verborgenen Ruhende, erscheint in sinnlich erfahrbaren Formen und Farben an der Oberfläche.

 

Eintauchen in die gläsernen Gärten, Gerd Menia,
Juni 2006:

Der Garten steht als Metapher für innere Landschaften, als Hort (Hortus, lat.: Garten) der erblühenden Kreativität. Es bedarf aber der näheren Betrachtung und Untersuchung, da sich die vibrierenden Motive – durchaus beabsichtigt – nicht auf den ersten Blick hin entschlüsseln lassen.

Die Motive:
Um das flimmernde Spiel der Striche und Farben in seinen Tiefen und Untiefen auszuloten, muss spielerisch in das „Dahinter“ eingetaucht werden. Brechungen und Reflexionen erinnern an das Spiel des Wassers, welches Blicke freigibt auf etwas darunter liegendes. Die Objekte scheinen von innen heraus. Schönheit und Schlichtheit entstehen dabei in der Durchlässigkeit für Licht, Farbe und Form.

Die Seele des Motivs:
Die Ironie ist die Seele des Motivs. Sie hilft uns, die Klippen des rationalen Verstandes zu umschiffen und öffnet uns unmittelbar den Blick für die gläsernen Gärten, die sich uns dann in ihrer ganzen Vitalität und Sinnlichkeit erschließen. Das im Verborgenen ruhende verwandelt sich in sinnlich erfahrbare Formen und Farben.

 

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